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Die folgenden Installationsanweisungen gelten für Owl 2.0 und neuere Versionen. Für ältere Versionen sollte die Owl/doc/INSTALL Datei zur Rate gezogen werden. Diese Datei ist im "native" Verzeichnis der entsprechenden Version vorhanden (/usr/src/world/native/Owl*/doc/INSTALL auf unseren CDs).

Momentan gibt es zwei Wege um Owl zu installieren; von der Owl-CD booten oder eine existierende Linux Installation benutzen.

Installation über CD-ROM.

Wenn man noch keine Owl-CD hat, kann man eine bestellen oder es finden sich in der DOWNLOAD Datei verschiedene Server, von denen man ein ISO-9660 Image herunter laden kann um es auf CD zu brennen.

Die Owl CDs sind im Moment nur auf x86 Architekturen bootfähig. Sollte der Rechner von CD booten wird dieser Weg empfohlen. Wenn nicht, schreibt man das Bootdisketten-Image (unter boot/floppy.image) auf eine formatierte 1,44 MB Diskette (mittels dd(1) oder einem äquivalenten Tool) und bootet von der Diskette. In beiden Fällen wird der boot loader nach dem CD-ROM Device fragen, welches der Kernel als root Dateisystem verwenden soll. Wird ein IDE CD-ROM verwendet muss hier der richtige IDE Controller und die richtige Anschlussart (Master oder Slave) gewählt werden. Bei einem SCSI CD-ROM wählt man "scsi".

Owl sollte dann in den single-user Modus booten. Von der Shell aus kann man das von der CD gebootete System durch Eingabe von

	setup

konfigurieren. Die Konfiguration wird im Arbeitsspeicher abgelegt (Teile von /etc und /var liegen auf einer Ramdisk). Nun kann man das System durch Verlassen der Shell in den multi-user Modus booten. Dieser Schritt ist optional und ist nur notwendig, wenn man die Installation im multi-user Modus vervollständigen will (z.B. weil man von einem anderen Rechner aus arbeitet) oder weil man das von CD gebootete Owl ohne Installation auf der Platte verwenden will.

Um Owl dann tatsächlich zu installieren und den Installer zu starten, gibt man folgendes ein:

	settle

Der Installer leitet einen dann durch den gesamten Installationsprozess.

Momentan installiert der Installer weder die Kernel Quelltexte noch die C header files (diese werden aber gebraucht, um Software auf dem frischen System zu installieren). Folglich müssen beide manuell von der CD kopiert werden. (Wir planen aber, dieses Problem zu beheben).

Benutzen einer existierenden Linux-Installation.

Wichtig: Dieser Abschnitt ist nur für diejenigen wichtig, die keine Owl CD besitzen oder aus einem anderen Grund diese nicht benutzen. Die meisten werden eine CD benutzen und können diesen Abschnitt überspringen.

Eine vernünftige Linux-Installation sollte diverse GNU-Tools und rpm2cpio zur Verfügung stellen. Es ist nicht notwendig, dass die Distribution das RPM Format verwendet.

Als erstes bereitet man die normale /usr/src/world Installation, wie es in BUILD beschrieben ist, vor. Danach kann man das neue System installieren:

Mit fdisk(8) wird die Festplatte, wie gewünscht, partitioniert. Die Dateisysteme und die Swap-Partition werden mit mkfs(8) und mkswap(8) erzeugt. Das neu erstelle root Dateisystem wird mit mount(8) nach /owl gemountet. Alle zusätzlich erstellten Dateisysteme, sollten ebenfalls unter /owl eingehängt werden. Um Owl nun zu installieren, wechselt man in das /usr/src/world Verzeichnis und gibt folgendes ein:

	make installworld && make setup

Sollten Probleme während des "installworld" Vorgangs auftreten (auf "Failed" Ausgaben achten), sollte die Ursache korrigiert und das Kommando noch mal neu gestartet werden.

Wenn die Owl-Benutzersoftware installiert ist, muss man nur noch einen Kernel installieren und einen boot loader konfigurieren. Momentan stellt Owl nur den Kernel auf der CD bereit, d.h. man kopiert entweder diesen (/boot/bzImage und /boot/System.map) von der CD oder man installiert sich einen eigenen (die empfohlene Methode).

Das Übersetzen des Kernels und die Einrichtung des boot loaders muss in einer chroot-Umgebung im Verzeichnis des neu installierten User- land geschehen:

	chroot /owl

Aktuell unterstützt Owl den 2.4er Kernel. Es wird empfohlen den Kernel zu installieren, der mit Ihrer Owl-Kopie mitgeliefert wird.

Man kann nun den boot loader konfigurieren, der unter Owl verfügbar ist (LILO oder SILO, kommt auf die Architektur an), oder einen bereits installierten (falls vorhanden) verwenden.

Nach Abschluss der Installation müssen die Dateisysteme noch manuell mittels umount(8) ausgehängt werden. Danach kann das System sicher neugestartet werden.

$Owl: Owl/doc/de/INSTALL,v 1.16 2006/02/03 08:53:27 schmidt Exp $